Veröffentlicht am: 28.05.2026
Referent*in für eine digitale Fortbildung zum Thema „Dekoloniale Seminargestaltung: Methoden und Haltung für die pädagogische Praxis (Incoming)“
Ort:
digital, Deutschland - Europa
Fachgebiet:
Demokratieförderung / Zivilgesellschaft / Governance
Anbieter:
Verband Internationale Dienste e.V.
Der Verband Internationale Dienste e.V. - vidi ist ein Netzwerk von internationalen Fach- und Entwicklungsdiensten, (Jugend-) Freiwilligendiensten und weiteren gemeinnützigen Trägerorganisationen, die Fachkräfte und Freiwillige für verschiedene Dienstformate ins Ausland entsenden bzw. in Deutschland aufnehmen. Als Fachstelle unterstützt er seine Mitglieder bei der Weiterentwicklung ihrer Programme und durch die Förderung von Vernetzung und Austausch.
Die Fachbereiche II + IV (Internationale Freiwilligendienste) suchen
eine*n Referent*in für eine digitale Fortbildung zum Thema
„Dekoloniale Seminargestaltung: Methoden und Haltung für die pädagogische Praxis (Incoming)“
im September / Oktober 2026
Kurzbeschreibung
Die digitale Fortbildung richtet sich an Mitarbeitende, Honorarkräfte und Ehrenamtliche der Mitgliedsorganisationen des Verband Internationale Dienste e.V. - vidi, die Seminare für internationale Freiwillige (u. a. in den Programmen weltwärts Süd-Nord und Bundesfreiwilligendienst) konzipieren und durchführen.
Die Teilnehmenden verfügen in der Regel über Erfahrung in der Seminararbeit sowie Grundkenntnisse in diskriminierungssensibler und rassismuskritischer Bildung. Die FW-Seminare finden meist in Präsenz statt, dennoch wird die angebotene Fortbildung für die bessere Zugänglichkeit digital abgehalten.
Es sind max. 14 Teilnehmende vorgesehen. Die Fortbildung wird durch eine Begleitperson des Verband Internationale Dienste e.V. - vidi unterstützt.
Fortbildungsinhalte und Zielsetzung
Die Fortbildung zielt darauf ab, pädagogische Fachkräfte dabei zu unterstützen, dekoloniale Perspektiven praxisnah in ihre Seminararbeit zu integrieren und ihre eigene Rolle im Kontext von Macht- und Ungleichheitsverhältnissen zu reflektieren.
Im Zentrum stehen typische Spannungsfelder aus der Praxis, wie u. a.:
- die Gestaltung von Seminarsettings zwischen Safer Space und gemeinsamem Lernraum
- der Umgang mit Rassismuserfahrungen von internationalen Freiwilligen in Deutschland
- eigene Unsicherheiten und Rollenreflexion (z. B. als weiß positionierte Pädagog*innen)
- Machtverhältnisse im Seminar (z. B. Sprache, Aufenthaltsstatus, Alltagswissen)
- das Spannungsfeld zwischen „gut gemeint“ und potenziell reproduzierenden Praktiken
Die Fortbildung ist klar praxisorientiert angelegt und verbindet methodisches Training, Selbstreflexion und kollegialen Austausch.
Es sind ca. 9–12 Zeitstunden vorgesehen, idealerweise auf 3–4 Online-Blöcke verteilt, die innerhalb eines kompakten Zeitraums stattfinden. Die genaue Terminierung erfolgt in Absprache mit der*dem Referent*in.
Die Teilnehmenden sollen im Rahmen der Fortbildung:
- ihre eigene Rolle und Positionierung in (post-)kolonialen Machtverhältnissen im Seminar reflektieren,
- Seminarsettings bewusster und machtkritischer gestalten (Methoden, Sprache, Gruppendynamik),
- konkrete Methoden für eine dekolonialsensible Seminargestaltung kennenlernen, erproben und auf die eigene Praxis übertragen,
- mehr Sicherheit im Umgang mit diskriminierenden Situationen im Seminar gewinnen,
- Räume gestalten können, die für internationale Freiwillige zugänglicher, vertrauensvoller und unterstützender sind,
- sich kollegial über Herausforderungen und Praxisfragen austauschen.
Aufgaben
- Konzeption der Fortbildung in Abstimmung mit dem Verband Internationale Dienste e.V. - vidi
- Durchführung der digitalen Fortbildung
- methodische und inhaltliche Vor- und Nachbereitung
Profil
Wir suchen eine Person, die:
- Erfahrung in der Konzeption und Durchführung praxisorientierter digitaler Fortbildungen mitbringt
- über fundierte Kenntnisse in dekolonialer, rassismuskritischer und diskriminierungssensibler Bildungsarbeit verfügt
- sicher mit partizipativen und reflexiven Methoden arbeitet
- Erfahrung in der Arbeit mit internationalen und heterogenen Gruppen hat
- eine reflektierte eigene Positionierung im Kontext von Macht- und Diskriminierungsverhältnissen einbringt
- komplexe Inhalte zugänglich und praxisnah vermittelt.
Rahmenbedingungen
- Honorar: 1.400-1.800 € für 9-12 Zeitstunden
- Videokonferenztool: Zoom
- Arbeitssprache: Deutsch (Bewerben Sie sich gerne, wenn Deutsch nicht Ihre erste Sprache ist)
Bewerbung
Bitte senden Sie Ihr Angebot mit:
- kurzem Profil
- Honorarvorstellung
- einer kurzen Methodenskizze, die Ihre Herangehensweise in der Arbeit mit internationalen Freiwilligen sowie im sensiblen Umgang mit Machtverhältnissen und Diskriminierung im Seminar verdeutlicht
bis zum 17.Juni 2026 an: weltoffen@internationaledienste.de. Wir freuen uns auf Ihr Angebot!
Für Rückfragen wenden Sie sich an Theresia Haitz: haitz@internationaledienste.de
Mehr über Verband Internationale Dienste e.V.
vidi (vormals AKLHÜ) ist der Dachverband zivilgesellschaftlicher Organisationen, die internationale Freiwilligen- und Personaldienste verantworten – vom Nord-Süd-Einsatz über Süd-Nord-Angebote bis zu fachlich begleiteten Kooperationsprojekten weltweit. Wir verstehen uns als Netzwerk, Sprachrohr und Fachstelle – getragen von den Ideen, Kompetenzen und dem Engagement unserer Mitglieder.
Wir arbeiten dort, wo einzelne Organisationen Unterstützung brauchen: in der politischen Interessenvertretung, der Qualitätsentwicklung, im Austausch und in der strategischen Zusammenarbeit.